Hand aufs Herz – was brauchen die MTDs?

Bericht von der Kooperationsveranstaltung vom PGA-MTD-HG2 mit dem AK-Fachausschuss für Gesundheitsberufe
Andrea Wadsack, MAB, PGA-MTD-Vorsitzende

 

Berufsrealität der MTD im Spannungsfeld zwischen Notwendigkeit und Kostendruck

Kooperationsveranstaltung vom PGA-MTD-HG2 (Personalgruppenausschuss Medizinisch technische Dienste, MTF, Hebammen, Medizinische MasseurInnen und HeilmasseurInnen in der Hauptgruppe 2)  mit dem AK-Fachausschuss für Gesundheitsberufe

Hand aufs Herz – was brauchen die MTDs?

Die MTDs und alle dem PGA zugehörigen Berufe sind ein wichtiger Teil des Teams Gesundheit in der HG2. Medial haben wir bis jetzt nicht die Aufmerksamkeit erreicht wie andere im Dienste der Gesundheit stehenden Berufsgruppen.

Die Veranstaltung am 21. April 2015 sollte uns neuen Aufschwung geben und das hat sich auch erfüllt. Wesentlich mehr Teilnehmerinnen als ursprünglich angemeldet, interessiertes Publikum, interessante Beiträge und, Frage-/Diskussionsmöglichkeit (was in dem Zeitfenster möglich war) sowie die Möglichkeit Wünsche, Ideen und Forderungen zu formulieren führte zu einem Großteils positiven Feedback. Tipps und Empfehlungen, wie unser Team für Gesundheit auch von einzelnen KollegInnen erhalten hat, sehe ich als eine Bereicherung und setze sie gerne, soweit es irgendwie möglich ist, zu einem geeigneten Zeitpunkt  mit unserem PGA-MTD-Team um. Vielen herzlichen Dank all jenen, die uns mit ihren Beiträgen unterstützen, denn, nur SIE wissen was Ihnen fehlt oder wo wir unsere Berufsangehörigen  unterstützen können.

Hand aufs Herz worum ging es im Wesentlichen:

-       Berufliche Herausforderungen zu benennen und erste Lösungsansätze anzudenken

-       Mut für starke Allianzen zu machen um  für gerechte, sozial abgesicherte Beschäftigungsverhältnisse, auch für unsere beruflichen Nachkommen einzutreten

-       Beitrag zur Absicherung einer, auch zukünftig abgesicherten, qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung

-       Netzwerke  neu zu bilden und bestehende zu festigen um unseren Anliegen mehr Gehör zu verschaffen

-       Die Qualitäten  und Kompetenzen unserer  MitarbeiterInnen in dem Kontext so  darzustellen, dass die MTDs zur Aufrechterhaltung der Versorgungsqualität in Spitälern, Geriatrischen Einrichtungen, Instituten,… unverzichtbare SpezialistInnen sind.

 

In den Vorträgen und bei der Podiumsdiskussion konnten aufgrund des Zeitfaktors nur Blitzlichter gesetzt werden - es war, wie bereits gesagt, ein Beginn!

Kurze Sequenzen  aus den Referaten: Hon. Prof (FH) Dr. Rupp MAB, von der AK-NÖ hat uns mit seinem Referat maßgeblich unterstützt, indem er eine vom PGA-MTD bereits seit langem bestehende Forderung nach Standards in der Therapie, als die wichtigste Voraussetzung ansieht, um objektiv planen zu können. Dir. Mag.a. Kölldorfer-Leitgeb unterstützt eine, von uns geforderte  nachvollziehbare Personalbedarfserhebung. Dr. Willinger von der PatientInnen Anwaltschaft bestätigt unsere Annahme, dass Therapiebedarf besteht, wobei sich zum Nachteil von PatientInnen /KlientInnen Angebot und Nachfrage  leider nicht decken.  Kollegin Ingrid Schmidt, MSc; Physiotherapeutin  tritt zu Recht dafür ein, dass basisorientierte SpezialistInnen (aus den jeweiligen Fachbereichen) vom Ministerium jedenfalls in die „Planungs“- Gespräche einbezogen werden sollten!

 

Hand aufs Herz – was wir jedenfalls kontinuierlich verbessern wollen:

-       Die Kommunikation und den Austausch der MTDs untereinander (Hol-/und Bringschuld)

-       Auf Wunsch der KollegInnen einen weiteren Ausbau der Plattformen (ExpertInnengespräche) mit dem Ziel basisorientierte Anliegen zu formulieren um sie an die relevanten Stellen weiterzuleiten

-       Fortsetzung dieser Veranstaltung unter Berücksichtigung von, an uns herangetragenen, konstruktiven Vorschlägen und wohlmeinenden Tipps

 

Hand aufs Herz – exemplarisch einige Forderungen des PGA-MTD:

-       Personalbedarfsplanung mit Einberechnung aller Zusatztätigkeiten (ein Positivbeispiel gäbe es ja bereits aus dem Bereich Labor, wobei es so scheint als würde es an der praktischen Umsetzung  in der Realität scheitern.

-       Befristungsproblematiken müssen jetzt endgültig durch einen übergeordneten Personal-Pool mit unbefristeten Dienstposten einer Lösung zugeführt werden! Schluss mit der Verschwendung von Humanressourcen und Beschäftigungsverhältnissen, die keine Zukunftsperspektive bieten und den Wiener KAV zu einem, für unsere Berufsgruppen wenig attraktiven Arbeitgeber machen.

-       Reduktion von Dienstposten im Labor darf nur unter Berücksichtigung des gesamten Leistungsspektrums, das seitens des Dienstgebers erst nachvollziehbar dargestellt werden muss, erfolgen.

-       Klärung hierarchischer Strukturen  inklusive  einer, auf gegenseitigem Respekt und Wertschätzung aufgebauten Lösung Betreff der Diskussion um „Duale Führungen“.

-       Einbindung der MTD in die Planung/Etablierung einer MTDG-Funktion in der Generaldirektion/Organisationsentwicklung.

-       Nein zu Auslagerungen und / oder Privatisierungstendenzen! Gesundheit muss öffentliches Gut (auch bei Einzelleistungen) bleiben!

 

Hand aufs Herz- SIE leisten viel und Großartiges und tragen damit wesentlich zur Qualität unseres Gesundheitswesens bei. Lassen Sie uns im Team Gesundheit den Weg des Miteinanders gehen um die Last auf den Schultern jedes Einzelnen/jeder Einzelner zu verringern - denn nur „Gemeinsam sind wir stark in unserer bunten Vielfalt“. Und nur mit vereinten Kräften schaffen wir es, das öffentliche Gesundheitssystem mit lebenswerten Arbeitsplätzen zu erhalten. Ihr zahlreiches Erscheinen und Ihre Beiträge haben uns gezeigt, dass wir am richtigen Weg sind - Danke für Ihre Unterstützung!

Andrea Wadsack, MAB

i.V. PGA-MTD-Vorsitzende             

 

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