Andy Holzer im Interview

 

„Blind Climber“ Andy Holzer berichtet im Interview, wie man Gipfel erreicht – beim Bergsteigen und im Leben: „Im Team bündeln wir gleichwertige Kräfte – so erreichen wir unser Ziel.“

 

Wie erlebst Du den Kongress?

Ich spüre hier total viel Energie. Ich merke, dass hier ganz viele Menschen sind, die noch mehr brauchen und wollen. Und dass das, was sie brauchen, in ihnen selbst steckt. Sie haben viel Kraft – und jetzt geht es darum, diese Kraft zu wecken.

 

Was braucht man, um einen Gipfel zu erreichen?

Ich hab alle Gipfel beim Bergsteigen und, übertragen gesehen, alle Gipfel meines Lebens mit Sehnsucht erreicht. Man braucht eine Sehnsucht, die einen nicht mehr loslässt. Keine rationale Kraft bringt einen da hoch. Die Ursehnsucht und Emotionen treiben einen an – egal ob beim Bergsteigen, im Beruf oder in der Liebe.

Bergsteigen ist ein Teamsport, was macht ein gutes Team aus?

Für mich ist ein Team vielleicht noch notwendiger als für einen sehenden Bergsteiger. Ich bin vom Team abhängig. Für mich ist das nichts negatives. Abhängigkeit leben, heißt ein Team sein. Viele streben nach Unabhängigkeit, aber es gibt keine Unabhängigkeit. Wir müssen alle auf einander vertrauen. Die Abhängigkeit ist ein Schlüssel zum Erfolg und zum Glück. Das ist Teamgeist. Im Team bündeln wir gleichwertige Kräfte, dann erreichen wir unser Ziel. 


Welche Verbindung hast Du zum Team Gesundheit?

Das Thema Gesundheit ist zentral in meinem Leben. Ich habe früher gar nicht an meine eigene Einschränkung gedacht. Ich seh mich heute noch nicht als eingeschränkt. Aber meine Mutter hatte ein Nierenleiden, so war mir das immer präsent. Und in meinem Beruf als Heilmasseur, den ich mit 17 begonnen habe, war ich wieder Teil der Gesundheitswelt.


Was wünschst Du Dir vom Team Gesundheit?

Ich wünsche mir für dieses Team Gesundheit, dass dieser Spirit, den ich hier miterleben durfte, weiteren Antrieb erhält. Ich spüre hier eine wahnsinnige Kraft bei den Leuten. Ich weiß, dass man sich im Berufsalltag auch mal schwach fühlt. Deshalb wünsche ich mir, dass sie diese Kraft, die wir heute am Kongress erleben, auch morgen noch im Krankenzimmer weiter spüren. Gemeinsam, in der Gruppe, sind wir stark.



Vortrag

Der Vortrag im großen Kinosaal

 
Nach dem Vortrag

Nach dem Vortrag

 
Osttiroler

Zwei Osttiroler unter sich



 

 

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